Das Team

Das Interesse der Kameramannes und Produzenten Stefan Urlaß an Film und Kino wird im Schulfilmklub geweckt. Ab 1985 belegt er die Fächer Kunst und Germanistik an der Pädagogischen Hochschule Dresden. Im hochschuleigenen Filmstudio produziert er seinen ersten Dokumentarfilm über Dresdner Bronzegießer. Seit seinem Abschluß als Diplompädagoge 1990 arbeitet er freiberuflich als Kameramann und Schnittmeister für verschiedenste Deutsche Fernsehsender und realisiert Auftragsproduktionen. Filme aus der ARD Reihe „Bilderbuch Deutschland“, der Kinodokumentarfilm „Das geht nur langsam“ oder die Rekonstruktion der 1994 verbotenen und verschollenen Polizeiruffolge „Im Alter von…“ entstehen. Als Schnittmeister arbeitet er auch an zahlreichen Trickfilmproduktionen der Balance-Film GmbH Dresden mit. „Meine erste Hochzeit“, „Die schöne Anna Lena“ oder der Abendgruß-Serie „Die Sandmanzen“ waren dabei einige seiner Tätigkeitsfelder. Die Leidenschaft als Pädagoge blieb, 1993 rief er mit Filmprofis und Medienpädagogen ein Sommerfilmcamp ins Leben, das 20 Fortsetzungen fand (www.kreativsprung.de). 2014 stieß er zur Fantasia-Crew und bringt hier seine fachlichen wie medienpädagogischen Erfahrungen ein.

Der Diplom-Designer André Schmidt gewinnt nach dem Abitur erste Einblicke in die Welt der Animation im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden. Ab 1983 studiert an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, heute Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und erhält 1986 den Abschluss als Animator und Regieassistent. Bis 1992 ist er Animator, Chefanimator, Gestalter und Regisseur im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden, arbeitet an über 25 Animationsfilmen mit, so bei den Silhouettentrickfilmen des Regisseurs Horst Tappert „Die Gänsemagd“ , „Hans, mein Igel“ und führt Regie bei eigenen Filmen und Auftragsarbeiten. Filme wie Der Falter“ , Der Baum“ und Präludium Dresden“ zum Dresdner Stadtjubiläum entstehen nach der Wende.1994 – 97 betreut er beim Filmverband Sachsen iProjekte im Zusammenhang mit der kulturellen Filmförderung und ist seit 1998 freiberuflich als Grafiker und Animator tätig. 2010-12 leitet er Kurse für Kreatives Gestalten. Seit Mai 2014 unterstützt er das Team der Trickfilmschule Fantasia Dresden.

Von Beginn an leitet der Pädagoge Rolf Birn das Trickfilmstudio Fantasia, das der Dresdner Altmeister des Silhouettenfilmes, Bruno Böttge, 1969 gegründet hat. Mit einem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, heute Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, macht Rolf Birn seinen Traum von der Trickfilmschule zur beruflichen Lebensaufgabe. Die Filme der jungen Künstler gewannen Preise und Anerkennungen bei deutschen und internationalen Wettbewerben. Das Schülerfiilmstudio, das 1980 in den damaligen „Pionierpalast“ umzog und 1990 in die Dresdner Jugend-Kunst-Schule integriert wurde, half zahlreichen Talenten auf ihrem Weg in die Profilaufbahn in Filmhochschulen und internationalen Animationsstudios. 2004 zog die nun als Verein aufgestellte Trickfilmschule Fantasia ins Dresdner Medienkulturzentrum. Inzwischen im Un-Ruhestand kümmert sich Rolf Birn weiter um den Nachwuchs und den internationalen Workshop ANIMA in der inzwischen 39. Auflage.

Mit einem Abschluss als Gestaltungstechnischer Assistent war Uwe Richter zwischen 2000 und 2010 war als Inbetween-Artist, Animator und Co-Regisseur bei Studio 88 / Baden-Baden angestellt. Schwerpunkte seiner Arbeit waren Figurendesign, Layout und Storyboarding u.a. bei „Der kleine EIsbär“, „Der kleine König Macius“, „Bummi der Bär“ (Regie), „Der Rabe Socke“ etc.
Anschließend gründete er seine eigene Agentur „Stulle & Bemme“, für die er als freiberuflicher Grafikdesigner tätig wurde.
In diesem Zeitraum war er u.a. an den Filmen „A Miracle“, „Der Wolf“, „Hänsel und Gretel“, „Fritzi war dabei“, „Ritter Rost“ als Animator, Storyboarder und Layouter beteiligt.

Während des Lehramtsstudiums gestaltet Mandy Müller ihren ersten Animationsfilm und beschließt, sich nach dem Staatsexamen im Jahr 2000 diesen Bereich genauer anzuschauen. Quereinsteigend arbeitet sie zunächst als Assistenz-, Inbetween- und Effekt-Zeichnerin und Regieassistentin bei der MotionWorks GmbH. Dort beginnt sie auch zu animieren. Die Begeisterung für dieses Metier bleibt und sie arbeitet in Folge als Animatorin an verschiedenen Kino- und Kurzfilmen sowie TV-Serien u.a. bei der Balance Film GmbH Dresden und der TRIKK17 GmbH Hamburg mit, darunter „Die Sandmanzen“, „Ringelgasse 19“, „Mister Paper“, „Chika – die Hündin im Ghetto“, „Alois Nebel“ oder „Fritzi war dabei“. Sie ist freiberufliche Animatorin mit den Schwerpunkten Stop Motion und analoger/digitaler Lege- und Zeichentrick sowie Illustratorin und Grafikerin. Für das Filmfest Dresden ist sie seit 2012 Mitglied im Team der Sichtungskommission für den Nationalen Wettbewerb.
Seit 2018 unterstützt Mandy Müller Fantasia Dresden bei medienpädagogischen Projekten.

Edgar Plonski

Der Musikpädagoge Markus Pötschke unterstützt das Team der Fantasia Trickfilmschule seit 2010. Er hilft den Kursteilnehmern, ihren Geschichten auch eine Stimme zu geben, mit Musik, Geräuschen oder auch mit dem selbst gesprochenem Wort.
Als Musiker ist er im Jazz Rock Pop zu Hause, studiert hat er an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und der Zürcher Hochschule der Künste Saxophon, Klarinette und Musikpädagogik.
Markus Pötschke unterrichtet zahlreiche SchülerInnen privat, sowie am Heinrich-Schütz Konservatorium Dresden. Er ist Organisator des Holzbläserworkshops. Zudem ist er als Musiklehrer an der Sportoberschule Dresden beschäftigt. Seine Erfahrungen mit einem großen Alters-Spektrum kommen seinem Engagement in der Trickfilmschule Fantasia zugute.
Jeder Animator kommt am Ende zu ihm und lernt, wie leicht man einen Film vertonen kann, wenn man kreativ, gewitzt, mutig und strukturiert vorgeht. 

Von Kindheit an gestaltet und baut Dr. Klausjörg Herrmann Handpuppen und Marionetten. Mit 15 Jahren erhielt er bei einem künstlerischen Wettbewerb in Dresden den ersten Preis und das Angebot zur Mitarbeit im DEFA Studio für Trickfilme. 1958 beginnt er als Animator beim Puppentrickfilm. Nach seinem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, heute Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, inszeniert er gemeinsam mit Bruno. J. Böttge, einem anerkannten Meister des Silhouettenfilms, den Film „Lieber Mohr“. Bis zum frühen Tod von Bruno J. Böttge verbindet beide eine berufliche und private Freundschaft.

1982 verlässt Jörg Herrmann das Trickfilmstudio der DEFA und gründet in Kreischa bei Dresden eine Trickfilmwerkstatt. Bis 1990 entstehen insgesamt 25 Silhouettenfilme für Fernsehen und Kino. Vor allem die Serie „Schattenfiguren“ und der Kinofilm „Die Teufelsbraut“.

 Das Mediahaus Kreischa ist heute ein modernes, durchgehend digitales Filmstudio für Realfilm und Animation.

 Es ist das Credo des Mediahauses Kreischa, die deutsche Filmtradition der Silhouettengestaltung mit den technischen und gestalterischen Möglichkeiten des Computers zu verbinden. Von 2008 bis 2011 gestaltet und animiert Jörg Herrmann den Film „Der siebente Rabe“, der als längster manuell animierter Silhouettenfilm der Filmgeschichte gilt. Der Film erhielt 2011 den Preis für den besten Animationsfilm auf dem Festival „Schlingel“ in Chemnitz und weitere internationale Anerkennungen. 2013 wird der Film „Aus dem Leben eines Rumgehers“ fertig gestellt. Für sein Engagement zur Weiterentwicklung des Silhouettenfilms im digitalen Zeitalter erhielt Jörg Herrmann 2014 bei der Lausitziale in Spremberg die „Lausitzperle“.

Nach seinem Studium an der HFF Potsdam-Babelsberg und gleichzeitiger Ausbildung im DEFA-Studio
für Trickfilme Dresden arbeitete
Ulrich Nitzsche als Zeichentrickanimator bis zum Ende des Dresdner Studios an verschiedenen kleineren Filmen mit.
Anschließend begab er sich aufs internationale Parkett der Zeichentrick-Animation,
war Break Down Artist bei Don Bluth in Irland (
„Thumbelina“, „The pepple & the penguin“), als Animator u.a bei „Asterix in Amerika“, „Werner II“, bei Hahn-Film tätig und als Animator für „Castle of the Monkeys“ (Cologne-Cartoon), den Trailern zu „Abrafaxe“, „Fix und Fax“ und verschiedenen Produktionen, wie Thilo v. Rothkirch („Der kleine Eisbär II“) aktiv.
Als Character Designer und Supervising Layouter für
„Simsalagrimm“ arbeitete er für Hahn-Film auch in Taiwan / Taipeh.
Danach zeichnete und entwarf er jahrelang noch mit Pinsel und per Hand unverwechselbare Charaktere für die Kult-Zeitschrift
„Mosaik“ in Berlin.