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37. Internationaler Trickfilmworkshop ANIMA 2019 17.-23. Februar in Dresden

Zur ANIMA begegnen sich Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren im Rahmen einer Kreativ-Trickfilmwerkstatt. Seit 1982 kommen in den Winterferien über 30 junge Trickfilmer aus Deutschland, Polen und Russland in Dresden zusammen.
Ziel dieser jährlichen Werkstatt ist es, die intensive Beschäftigung mit dem Animationsfilm und die Herstellung eines eigenen Trickfilms im Kreis von Gleichgesinnten. Verschiedenste Tricktechniken können genutzt werden, Zeichentrick, Silhouettentrick, Flachfiguren- und Puppentrick. Aber auch Computeranimation mit Cinema 4D ist möglich. https://www.youtube.com/watch?v=MDElzrYC0Zo
Unter anderem geht es bei der ANIMA um das sich gegenseitige Kennen- und Verstehenlernen.
Die jungen Teilnehmer werden in die Lage versetzt, ihre Trickfilmideen unter professioneller Anleitung, bis hin zur Vertonung, umzusetzen.
Die Teilnehmergebühr beträgt 170,00 € inclusive Mittagessen. Mit Übernachtung in der Herberge: 240,00 €

Die Eröffnungsveranstaltung der ANIMA 2019 findet am 17.2.2019 um  09:00 Uhr in der Theaterschule PEGASUS, Bärensteiner Straße 16
in 01277 Dresden statt.
Zur Arbeit an den Animationsfilmen öffnet die ANIMA 2019 ihre Türen ab dem 17.02.2019  täglich von 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr.
Ort: Fantasia e.V., Schandauer Straße 64, 01277 Dresden

Die Präsentation der Ergebnisse dieser intensiven Arbeitswoche, kann man am Samstag, den 23.02.2019 im Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden erleben. Einlaß zur Abschlußveranstaltung ist 16:30 Uhr.
Anschließend lassen wir die ANIMA 2019 bei einem kleinen Bankett im Foyer der Technischen Sammlungen Dresden ausklingen.
(Für Vereinsmitglieder und Teilnehmer der ANIMA 2019 ist kostenloser Eintritt.)

Anmeldung per Mail an info@fantasia-dresden.de

Referenten bei der ANIMA

Ulf Grenzer Zeichentrick, Legetrick, HFF Potsdam

Anna Belonogova, Regisseurin, Lehrerin am VGIK Moskau im Fach Animation
http://www.vgik.info/international/forprospectivestudents/index.php?SECTION_ID=685
http://www.animator.ru/db/?ver=eng&p=show_person&pid=11

Annegret Ehrhardt und Till Giermann, CINEMA 4D
arbeiten im Bereich 3D Animation und haben mit ihrem Animationsfilm „Rue de fleurs“ internationale Festivalerfahrung gesammelt.
Annegret Ehrhardt und Till Giermann werden in einer Gruppe der digitANIMA Grundlagen für Characterdesign und 3-D Animation vermitteln.
Beginnend bei der Entwicklung der Figur, des Characters, der Visualisierung der Figur und ihrer Animation. Die Visualisierung einer Figur in einer Szene und das Training der dafür erforderlichen Grundlagen ist das Ziel. Und vielleicht entsteht dann doch ein ganzer Film, die Fantasia-Studios bieten nach dem Kurs die Möglichkeiten, weiter daran zu arbeiten.

Rolf Birn, Puppentrick
Von Beginn an leitet der Pädagoge das Trickfilmstudio Fantasia, das der Dresdner Altmeister des Silhouettenfilmes Bruno Böttge 1969 geründet hat. Mit einem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf macht Rolf Birn seinen Traum von der Trickfilmschule zur beruflichen Lebensaufgabe. Die Filme der jungen Künstler gewannen Preise und Anerkennungen bei deutschen und internationalen Wettbewerben. Das Schülerfiilmstudio, das 1980 in den damaligen Pionierpalast umzog und 1990 in die Dresdner Jugend-Kunst-Schule integriert wurde, halft zahlreichen Talenten auf ihrem Weg in die Profilaufbahn in Filmhochschulen und internationalen Animationsstudios. 2004 zog die nun als Verein aufgestellte Trickfilmschule Fantasia ins Dresdner Medienkulturzentrum. Inzwischen im Un-Ruhestand kümmert sich Rolf Birn weiter um den Nachwuchs und den internationalen Workshop ANIMA in der 33. Auflage.

Dr. Jörg Herrmann, Silhouettentrick
Von Kindheit an gestaltet und baut Dr. Klausjörg Hermann Handpuppen und Marionetten. Mit 15 Jahren erhielt er bei einem künstlerischen Wettbewerb in Dresden den ersten Preis und das Angebot zur Mitarbeit im DEFA Studio für Trickfilme.1958 beginnt er als Animator beim Puppentrickfilm. Nach seinem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf inszeniert er gemeinsam mit Bruno. J. Böttge, einem anerkannten Meister des Silhouettenfilms, den Film „Lieber Mohr“. Bis zum frühen Tod von Böttge verbindet beide eine berufliche und private Freundschaft.

1982 verlässt Jörg Herrmann das Trickfilmstudio der DEFA und gründet in Kreischa bei Dresden eine Trickfilmwerkstatt. Bis 1990 entstehen insgesamt 25 Silhouettenfilme für Fernsehen und Kino. Vor allem die Serie „Schattenfiguren“ und der Kinofilm „DieTeufelsbraut“.

 Das mediahaus Kreischa ist heute ein modernes, durchgehend digitales Filmstudio für Realfilm und Animation, dessen Credo es ist, die deutsche Filmtradition der Silhouettengestaltung mit den technischen und gestalterischen Möglichkeiten des Computers zu verbinden.
Von 2008 bis 2011 gestaltet und animiert Herrmann den Film „Der siebente Rabe“, der als längster manuell animierter Silhouettenfilmilm der Filmgeschichte gilt. Er erhielt 2011 den Preis für den besten Animationsfilm auf dem Festival „Schlingel“ in Chemnitz und weitere internationale Anerkennungen. 2013 wird der Film „Aus dem Leben eines Rumgehers“ fertig gestellt. Für sein Engagement zur Weiterentwicklung des Silhouettenfilms im digitalen Zeitalter erhielt Jörg Herrmann 2014 bei der Lausitziale im Spremberg die „Lausitzperle“.

Markus Pötschke, Filmvertonung
Der Musikpädagoge
unterstützt das Team der Fantasia Trickfilmschule seit 2010. Er hilft den Kursteilnehmern, ihren Geschichten auch eine Stimme zu geben, mit Musik, Geräuschen oder auch mit dem selbst gesprochenem Wort.
Als Musiker ist er im Jazz Rock Pop zu Hause, studiert hat er an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und der Zürcher Hochschule der Künste.
Pötschke unterrichtet viele Schüler an den Dresdner Musikschulen, so am Heinrich-Schütz Konservatorium Dresden und an der Musikschule Landkreis Meißen Radebeul. Zudem ist er als Musiklehrer für Gymnasium und Mittelschule der Klassenstufen 7 bis 9 an der privaten Ganztagsschule IBB beschäftigt. Seine Erfahrungen mit einem großen Alters-Spektrum kommen seinem Engagement in der Trickfilmschule Fantasia zugute. 
Jeder Animator kommt am Ende zu ihm und lernt, wie leicht man einen Film vertonen kann, wenn man kreativ, gewitzt, mutig und strukturiert vorgeht.

Prof. Stanislav M. Sokolov, Regisseur, Puppentrick
Rektor und Professor der Fakultät Animation u. Computergrafik an der Filmuniversität Gerasimo (VGIK) Moskau, arbeitete mit den Studios Sojusmultfilm, DEFA-Dresden, Christmasfilms und S4C in UK.
Stanislav Sokolov setzt Weltliteratur mit der Puppenanimation in Szene. Filigran und aufwändig gestaltetet werden die Figuren in seinen Händen zu fantastischen Märchengestalten, verschrobenen Charakteren und glaubhaften Darstellern der literarischen Stoffe von Andersen, Shakespeare, E.T.A. Hofmann u.a. Der einstige Meisterschüler von Ivan Ivanov-Vano („Das bucklige Pferdchen“) arbeitet seit 1977 als Regisseur im weltberühmten Animationsfilmstudio Sojusmultfilm in Moskau und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des russischen Puppenanimationsfilms. Die internationale Bedeutung seiner Arbeit zeigen z.B. die Verleihung des Emmy der US-Filmakademie und Arbeiten für BBC und Channel Four. Aktuell erhielt er für seinen Film „Hofmaniade“ international Preise, darunter den Golden Eagle Awards der Academy of Cinema of Arts and Sciences für die besten Filme des Jahres 2018.

Lutz Stützner, Zeichentrick
Der Animationsfilmer beginnt seinen Werdegang 1976 als Volontär im DEFA Studio für Trickfilme Dresden und schließt 1982 ein Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin als Gebrauchsgrafiker ab. Danach arbeitet er zunächst als Animator und später auch als Regisseur, Gestalter und Autor im Bereich Zeichentrick.
Zu seinen Animationsfilmen als Regisseur und Zeichner gehören unter anderem:
„Herzdame“ (85), „Konsequenz” (86), „Mausi und Kilo“ (Kleinserie), „Die Panne“(88), „Das Monument” (89), „Inselwitz“ (90), „Der Sieger“ (90).
Nachdem das DEFA Studio 1992 seine Tore schließt, arbeitet Lutz Stützner 15 Jahre als Animator, Gestalter, Autor und Regisseur im Studio 88 in Dresden, einer Niederlassung der Studio 88 Werbe- und Trickfilm GmbH aus Baden-Baden. Tätig wird er unter anderem auch für blue day Pictures Paris.
Zu seinen filmischen Arbeiten nach der DEFA gehören „Ein Weihnachtsmärchen“ (94),  „Am Anfang war“ (96), „Der kleine Eisbär“ (01), „A Miracle“ (03), „Der kleine König Macius“ und „Der Wolf“ (11).
2010 – 13 realisiert er als Regisseur bei Motion Works, Halle/Saale das Serienprojekt „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ mit 26 Teilen á 26 min.
In der Trickfilmschule Fantasia hilft Lutz Stützner den jungen Filmemachern, gezeichnete Figuren zum Leben zu erwecken.

Stefan Urlaß, Kameramann und Produzent
Sein Interesse an Film und Kino wird im Schulfilmklub geweckt. Ab 1985 belegt er die Fächer Kunst und Germanistik an der Pädagogischen Hochschule Dresden. Im hochschuleigenen Filmstudio produziert er seinen ersten Dokumentarfilm über Dresdner Bronzegießer. Seit seinem Abschluß als Diplompädagoge 1990 arbeitet er freiberuflich als Kameramann und Schnittmeister für verschiedenste Deutsche Fernsehsender und realisiert Auftragsproduktionen. Filme aus der ARD Reihe „Bilderbuch Deutschland“, der Kinodokumentarfilm „Das geht nur langsam“ oder die Rekonstruktion der 1994 verbotenen und verschollenen Polizeiruffolge „Im Alter von…“ entstehen. Als Schnittmeister arbeitet er auch an zahlreichen Trickfilmproduktionen der Balance-Film GmbH Dresden mit. „Meine erste Hochzeit“, „Die schöne Anna Lena“ oder die Abendgruß-Serie „Die Sandmanzen“ waren dabei einige seiner Tätigkeitsfelder.
Die Leidenschaft als Pädagoge blieb, 1993 rief er mit Filmprofis und Medienpädagogen ein Sommerfilmcamp ins Leben, das 20 Fortsetzungen fand (www.kreativsprung.de). 2014 stieß er zur Fantasia-Crew und bringt hier seine fachlichen wie medienpädagogischen Erfahrungen ein.